Freitag, 14. Juli 2017

Rezension zu "Mirabellensommer" von Marie Matisek

Inhalt: 
Ein charmanter und lebenskluger Sommer-Roman über zwei turbulente Familien in der Provence und eine zauberhafte Liebesgeschichte von der Erfolgsautorin Marie Matisek ..
Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden …

Autorin:

Die Autorin Marie Matisek lebt mit ihrer Familie, Hund und Kater im idyllischen Umland von München. Neben dem Schreiben pflegt sie ihre Leidenschaften: Kochen, spazieren gehen und gärtnern. Die gebürtige Berlinerin fühlt sich in ihrer Wahlheimat Bayern genauso zu Hause wie an der Nordsee oder in Südfrankreich, seit vielen Jahren ihre bevorzugten Reiseziele.
 
Taschenbuch: 288 Seiten 
Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 342651740X 
ISBN-13: 978-3426517406
 
Meine Einschätzung:
 
Es ist Sommer 2017 in Nizza. Der Autorin gelingt es sehr gut durch eine leichte und bildhafte Erzählweise den Leser das sommerliche Flair mit all seinen Düften spüren zu lassen. Liebevoll beschreibt sie die Hauptpersonen ihrer Geschichte- in der die Freundschaft zwischen der Familie Lafleur, Verbier und den Babajous - die von der Elfenbeinküste stammen - eine große Rolle spielt. Schnell hat man Babette Babajou ins Herz geschlossen, die ihre Kinder und ihren Mann sehr liebt und als Altenpflegerin liebevoll mit ihren zu betreuenden Menschen umgeht. Sie muss nun lernen, ihre Kids loszulassen, die nun nach erfolgreichen Schulabschluss ihren Weg gehen wollen.  Das das nicht immer leicht ist, kann so mancher Leser bestimmt nachvollziehen und so kommt sie auch schwer damit zurecht, als eines Morgens ihr Sohn mit seiner neuen Freundin davongefahren ist, ohne jemanden Bescheid zu sagen. Als auch noch der Laden, den ihr Mann führt, und ihre Wohnung von einem Brand schwer beschädigt werden, scheint das Leben still zu stehen. Doch hier zeigt sich die wahre Freundschaft zwischen den Familien...
In der Erzählweise der Autorin gibt es eine Besonderheit. George, der bis zu seinem Tod erst von Marita, dann von Babette liebevoll gepflegt wird, beobachtet vom Himmel aus,das bunte Treiben seiner Freunde und führt so den Leser durch die Geschichte. Diese Idee hat mich besonders begeistert.
Zusammenfassend kann ich sagen, es ist eine Sommergeschichte, die sich leicht lesen lässt und zeigt, dass Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zu Freunden werden können und dass sie somit gemeinsam Probleme des Lebens  gut bewältigen können.
Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser.
 
 


Donnerstag, 13. Juli 2017

Rezension zu "Das Leuchten meiner Welt" von Sophia Khan

Inhalt:
Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Autorin:
Sophia Khan wurde 1985 als Tochter einer amerikanischen Mutter und eines pakistanischen Vaters geboren. Sie wuchs in beiden Ländern auf, reiste viel, studierte in den USA und lebt heute mit ihrem Mann in Islamabad. Das Leuchten meiner Welt ist ihr erster Roman.

Taschenbuch: 480 Seiten 
Verlag: Diana Verlag (13. Juni 2016) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3453358961 
ISBN-13: 978-3453358966
zu kaufen:  http://amzn.to/2u9PI7l 

Meine Einschätzung 
Mit 10 Jahren geschieht der 10jährigen Irenie das Schlimmste, was einem Kind passieren kann, ihre Mutter Yasmeen verschwindet spurlos...Ihr Vater James erklärt ihr nicht was passiert ist...5 Jahre später findet sie eine Kiste Briefe. Nun ahnt sie, dass ihre Mutter tot ist...
Der Leser wird in dieser Geschichte mitgenommen auf der Suche Irenies nach der Wahrheit. Sie möchte herausfinden, was mit ihrer Mutter passiert ist und ob James wirklich ihr Vater ist. Die Autorin lässt ihre Hauptgestalt in der Ich-Form erzählen. Demgegenüber stehen die Gedanken und Erlebnisse aus der Sicht des Vaters.
Es ist eine Geschichte von Liebe und den Kampf um Liebe und Anerkennung im Leben. Es zeigt auf, dass es nicht immer leicht ist für zwei Menschen, die unterschiedlichen Nationalitäten angehören, ein gemeinsames glückliches Leben aufzubauen. Auch zeigt es auf, dass es wichtig ist, wenn zwei sich lieben, alle Probleme offen anzusprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden.
Beim Lesen habe ich mit Irenie mitgefiebert, die mit ihren 10 Jahren versucht hat, die Rolle der Mutter zu übernehmen und den Haushalt zu führen und ihrem Vater täglich ein leckeres Essen  zu servieren. James versteht es nicht seiner Vaterrolle gerecht zu werden. Er versinkt in Selbstmitleid und findet zu Irenie keine tiefe Bindung. Im Roman erfährt der Leser auch, wie es soweit kommen konnte, dass Irenies Mutter die Familie verlässt.
Es gibt große Teile des Romans, wo durch Rückblenden vieles wiederholt wird und durch lange Beschreibungen bestimmter Handlungen, der Lesefluss gestoppt wird. Das ist eigentlich schade, da der Inhalt der Geschichte sehr unterhaltsam ist, aber der Spannungsbogen dadurch abgeflacht wird.
Gut gefiel mir die die Beschreibung des Lebens in Pakistan, wohin Irenie reist, um alle Geheimnisse des wahren Lebens ihrer Mutter aufzudecken.
Wird es ihr gelingen, hinter das Geheimnis des Verschwindens ihrer Mutter zu kommen und wird James für Irenie ein richtiger Vater werden oder entscheidet sie sich Amerika für immer zu verlassen, um in Pakistan, der Heimat ihrer Mutter zu bleiben?
Für Leser, die Familiengeheimnisse lieben, empfehlenswert, auch wenn es einige Abstriche bei der Unterhaltung durch die Erzählweise gibt.



Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension zu "Einmal lieben geht noch" von Rachel Corenblit





Inhalt:

Ihren letzten Lover hat Lucie schon vor Jahren vor die Tür gesetzt – Prädikat »mangelhaft«. Die Ausbeute seither? Mitleiderregend, grauenerweckend, indiskutabel! Das Einzige, was der jungen Lehrerin langsam, aber sicher näherkommt, ist die Vierzig. Die Sache ist klar, dem Schicksal muss auf die Sprünge geholfen werden: Ab sofort lässt sie keine Gelegenheit mehr ungenutzt, den Mann fürs Leben aufzugabeln. Sie macht weder vor dem Ex ihrer besten Freundin noch vor den Vätern ihrer Schüler halt, flirtet an der Tiefkühltheke im Supermarkt, taxiert das Freiwild im Schwimmbad, umgarnt den makellos schönen Vertretungsarzt ... Wer jagt, gewinnt!

Autorin:
Rachel Corenblit hat sich in Frankreich schon als Jugendbuchautorin einen Namen gemacht, bevor sie mit "Einmal lieben geht noch" ihren ersten Roman für Erwachsene schrieb. In ihn flossen die Erfahrungen vieler weinseliger Gespräche mit (Single-)Freundinnen ein, aber auch eines Philosophiestudiums und ihrer Arbeit als Lehrerin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Toulouse.

Taschenbuch: 208 Seiten 
Verlag: Penguin Verlag (12. September 2016) 
 Sprache: Deutsch 
 ISBN-10: 3328100083 
 ISBN-13: 978-3328100089 
 Originaltitel: Quarante tentatives pour trouver l'homme de sa vi
 zu kaufen: http://amzn.to/2si77pS

Meine Einschätzung : 

Mir hat dieses Büchlein gut gefallen. In humoristischer Art lässt die Autorin den Leser an den Erlebnissen der Hauptfigur Lucie teilnehmen, die mit dem männlichen Geschlecht so ihre Probleme hat. In ihren Erlebnissen kann sich sicher manche Leserin wiederfinden und auch mir zauberte so manche Geschichte ein Lächeln auf das Gesicht in Erinnerung an ähnliche Begegnungen ... Lucie, die von ihrem Freund  genug hatte und ihn verließ, zweifelt immer mehr doch noch eine bessere Häfte für sich zu finden. Ihre Mutter versucht sie dabei zu verkuppeln. Doch Lucie sucht die Liebe auf den ersten Blick und die ist sehr schwer zu finden, denn oft lässt sie sich vom ersten Anblick des männlichen Gegenübers abschrecken. Sie versucht wirklich auf allen Gebieten ihren Traummann zu finden : in der Kaufhalle, im Schwimmbad, in der Tanzstunde oder im Sportverein...Beim Lesen wünscht man Lucie viel Erfolg ...So wie die Hauptheldin, erkennt mancher im wahren Leben leider nicht oder vielleicht zu spät, dass man  beim Suchen nach dem richtigen Partner übersieht, dass man ihn vielleicht schon längst gefunden hat...
Die Geschichte hat mich sehr unterhalten und ich wünsche ihr viele Leserinnen.

Samstag, 24. Juni 2017

Rezension zu "Die Galerie der Düfte"

Inhalt:
Ein Sommer-Roman mit hohem Wohlfühlfaktor – zum Schmecken, Riechen und genüsslichen Lesen, und ein Liebes-Roman nicht nur für Florenz-Liebhaber!
Sie ist mehr als nur eine Apotheke: Die ehrwürdige Officina Profumo di Santa Maria Novella, inmitten der lebendigen Gassen und Plätze von Florenz, ist für ihre verführerischen Düfte berühmt. Hier liegt das Aroma von Kräutern, Potpourris und edlen Seifen in der Luft. Ein himmlischer Ort, an dem die junge Münchner Apothekers-Tochter Johanna auf den Spuren eines legendären Dufts zwei ungleichen Brüdern begegnet. Doch während Luca zaghaft um sie wirbt, hat sie ihr Herz längst an den stürmischen Sandro verloren - der einer anderen versprochen ist.
Autorin:
Julia Fischer ist seit vielen Jahren eine feste Stimme des Bayerischen Rundfunks. Die Mutter dreier Kinder und Tochter des Komödienstadel-Regisseurs Olf Fischer und der Schauspielerin Ursula Herion, die mit ihrer Familie in München lebt, hat schon als Kind auf Pumuckel-Schallplatten und im Kinderfunk mitgewirkt, später den Beruf der Schauspielerin ergriffen, sowie verschiedene Magazine im Bayerischen Fernsehen moderiert. In den letzten Jahren kamen unzählige Hörbuchproduktionen für namhafte Verlage dazu. Das Hörbuch ihres Debütromans hat sie ebenfalls selbst eingesprochen.

Broschiert: 368 Seiten 
Verlag: Knaur HC (2. Mai 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426653842 
ISBN-13: 978-3426653845
zu kaufen: http://amzn.to/2sCrPUL

Meine Einschätzung:

Ein Roman, der  mich beim Lesen verzaubert hat.  Im Prolog wird man ins Florenz des Jahres 1985 entführt. Man begleitet Anna, die Mutter der Romanheldin durch das frühlingshafte Florenz mit seinen ehrwürdigen Mauern und die Autorin beschreibt alles so bildhaft, dass man glaubt beim Lesen den Frühlingsduft dieser Stadt spüren zu können. Anna begegnet Giovanni und es beginnt eine zarte Liebesgeschichte - so zart, wie der Frühling in Florenz...
München - Frühling 2011 - begegnet der Leser der Hauptfigur dieses Romans - Johanna, die verliebt ist in schöne Düfte und der die „Sternwarte – Naturkosmetik und Seelenheil“ in München gehört, in einem Hinterhaus. Im Vorderhaus haben ihre Eltern eine Apotheke. Auf der Suche nach neuen Rezepturen führt ihr Weg nach Florenz in die ehrwürdige Officina Profumo di Santa Maria Novella, dorthin, wo viele Jahre vorher ihre Mutter einen unvergeßlichen Frühling erlebt hat. Giovanni erkennt in ihr sofort die Ähnlichkeit mit seiner unvergeßlichen Liebe... Doch auch seine Neffen sind von ihrer Schönheit verzaubert...Jetzt beginnt eine filmreife Geschichte...voller Freude, aber auch Tränen, immer verbunden mit der geheimnisvollen Schönheit von Florenz und den betörenden Düften des Officina Profumo di Santa Maria Novella und JohannasNaturkosmetikladens...
Bezaubernd sind die Menschen, denen Johanna begegnet - da ist Luca, der immer im Schatten seines Bruders Sandro steht und sich nicht getraut Johanna seine Liebe zu gestehen...Sandro - der Herzensbrecher, in dem sich Johanna sofort verliebt, der aber schon längst seine Hochzeit mit einer anderen plant...eine alte Dame in München, die die Apothekerzeitung besonders liebt, in der Geschichte ihre Lebenslust wieder gewinnt. Die Geschichte zeigt die besondere Bedeutung der Liebe im Leben eines Menschen und ihre Kraft auch schwere Zeiten zu überwinden. Aber auch die Bedeutung der Düfte in unserem Leben und Anregungen, wie der richtige Einsatz von Düften unser Leben bereichern und verschönern können, wird von der Autorin aufgezeigt.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Es garantiert bezaubernde wunderschöne Lesestunden.


Rezension zu "Anschlag von Rechts" von Reiner Engelmann





Inhalt:

Irgendwo in einer Kleinstadt mitten in Deutschland treffen sich drei Freunde auf ein Feierabendbier. In den sozialen Netzwerken haben sie sich schon an ausländerfeindlichen Pöbeleien beteiligt. Nun werden sie zu Verbrechern, denn wenige Stunden später werfen sie einen Molotowcocktail in eine Flüchtlingsunterkunft. Die Bewohner, darunter auch Kinder, entkommen nur knapp.

Reiner Engelmann recherchiert die Hintergründe dieser schrecklichen Tat. Er analysiert die Beweggründe und er befragt die Opfer, die sich in Deutschland endlich sicher gefühlt hatten. Dabei wird deutlich: rechtes Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und viel zu lange unbeachtet geblieben.

Autor:

Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen und seit 1969 aktiv bei amnesty international. Bei cbj sind bereits erschienen: "Der Fotograf von Auschwitz" und "Wir haben das KZ überlebt".
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten 
Verlag: cbj (22. Mai 2017) 
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570174371 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
zu kaufen: http://amzn.to/2t6lTox




Meine Einschätzung 

Der Autor  begibt sich auf die Suche nach den Hintergründen von Fremdenfeindlichkeit in unserem Land. Dabei lässt er den Lesern teilhaben an dem Schicksal von Flüchtlingen aus 5 Ländern, die gezwungen waren ihre Heimat zu verlassen, um so dem Tode zu entkommen. Sie machen sich auf den beschwerlichen Weg, oft Monate voller Ungewißheit, abhängig von Schleppern, einige von ihnen landen in verwahrlosten Sammellagern oder sogar in Gefängnissen- bis es ihnen gelingt nach Deutschland zu kommen und sie denken hier in Sicherheit zu sein. Bis es zu diesem Anschlag auf das Flüchtlingsheim kommt, bei dem beinahe Kinder gestorben wären...Was bringt Menschen dazu so etwas zu tun??? Woher kommt der Hass gegen die Fremden ??? Der Autor gibt Einblicke in die Entwicklung der rechten Szene in Deutschland und lässt uns Leser teilhaben an der Gründen der 3 Täter. Besonders bewegt hat mich beim Lesen auch die Gedanken der Mütter der 2 Männer und der einen Frau, die zu Täter geworden sind. Hätten sie durch rechtzeitiges Handeln diese Tat verhindern können? Sehr intensiv sind auch die Verhöre und die Gerichtsverhandlung nach der Tat geschildert.
Die Geschichte ist einfach geschrieben. Das Buch soll schon Jugendliche ab 13 Jahre ansprechen. Aber es ist nicht nur für Jugendliche interessant. Jeder sollte sich mit der Frage beschäftigen, wohin rechte Gewalt und Fremdenhass führen können und was man dagegen tun kann. Diese Buch ist ein wichtiger Teil der Aufklärung dazu. Im Glossar gibt es eine Sammlung von Symbolen und Codes neonazistischer und rechter Kreise, auch verbotene Grußformeln und Kleidungsmarken,Musik und Logos von rechten Organisationen werden genannt und erläutert.
Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension zu "Die Millionärsformel" von Carsten Maschmeyer

Inhalt:

Reichwerden ohne Zinsen!

Die traditionellen Geldanlagen funktionieren nicht mehr. In der Nullzinswelt haben die alten Gesetze des Vermögensaufbaus ihre Gültigkeit verloren. Noch nie war es so schwierig, sein Geld anzulegen und zu vermehren. Und trotzdem: Jeder kann die finanzielle Unabhängigkeit erreichen!

Carsten Maschmeyer ist der bekannteste Finanzprofi des Landes. Er hat es aus kleinen Verhältnissen zum Milliardär gebracht. Jetzt teilt er zum ersten Mal seine Erfahrungen und sein Wissen und verrät die Geheimnisse der Millionärsformel – Motivation pur für jeden, der es bislang nur noch nicht gewagt hat, seine Finanzträume zu verwirklichen!

Der Bestseller jetzt in vollständig aktualisierter Ausgabe. Damit Sie trotz Strafzinsen, Inflation und drohender Immobilienblase mehr Geld machen – und dann auch mehr daraus machen.

Autor:

Carsten Maschmeyer, geb. 1959 in Bremen, ist als Unternehmer und Investor tätig. Mit seiner Maschmeyer Group beteiligt er sich an vielen erfolgreichen Wachstumsfirmen in Zukunftsbranchen und gibt dabei seine unternehmerischen Erfahrungen aus über drei Jahrzehnten an Gründer und Manager weiter.

Maschmeyer gilt als Erfinder der unabhängigen Finanzberatung. Seine außergewöhnlichen Erfolge machen ihn zu einem gefragten Berater für internationale Konzerne und begehrten Redner zu allen Karriere und Finanzthemen.

Mit seinem Buch »Selfmade – Erfolg reich leben« wurde er zum Bestsellerautor. Ab August 2016 wird er als Juror in der VOX-Show »Die Höhle des Löwen« zu sehen sein, die mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Maschmeyer lebt in Deutschland und Kalifornien, hat zwei Söhne und ist mit der Schauspielerin Veronica Ferres verheiratet.
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Ariston (8. Februar 2016) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3424201081 
ISBN-13: 978-3424201086
zu kaufen: http://amzn.to/2sXN3JQ

Meine Einschätzung:

Der Untertitel des Buches - "Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit" macht schon neugierig auf dieses Buch, denn wer möchte nicht leben ohne finanzielle Not und genügend Geld haben, um sich und seiner Familie ein schönes unbeschwertes Leben bieten zu können. In 15 Kapiteln mit jeweils mehreren Unterkapiteln versucht der Autor seine eigenen Lebenserfahrungen auf dem Weg zum mehrfachen Millionär zu vermitteln. Doch wer hier neue Erkenntnisse sucht,wird sicher enttäuscht.
Der Autor selbst sieht sein Buch als "Geldmotivationsbuch " an und möchte mit diesem, Grundlagen vermitteln, wie man besser und effektiver mit Finanzen umgehen kann. Seiner Meinung nach liegt der Grund, ob man reich wird, nicht an der finanziellen Lage des Menschen, sondern, wie man bewußte Entscheidungen zum Reichwerden getroffen und erfüllt hat. Mit anderen Worten - jeder, der nicht reich ist, hat ein Motivationsproblem. Der Autor definiert Reichtum so:" Reich ist man, wenn man nicht darüber nachdenken muss, ob das Geld "reicht" und woher man es bekommt." Sein Konzept dafür ist - mehr Selbstbewußtsein aufzubauen und aus seinen Träumen eine Zielliste und daraus eine to-do-Liste zu erstellen. Dazu meint der Autor: " Jeder Mensch ist das Ergebnis seiner Überzeugungen !"
Worin liegt nun die Reichwerdestrategie - jeder sollte mindestens 10% seines monatlichen Nettoeinkommens für seine Zukunft beiseitelegen. Dazu zählt er Beispiele auf, die er mit eigenen Berechnungen untermauert , wie aus wenigen Euros über Jahre Tausende Euros werden können.
Er gibt dann noch Hinweise auf das Anlegen eines Heftes, in dem man Einnahmen und Ausgaben schreiben kann, was jeder sicher schon als Haushaltsbuch kennt, dass bestimmte Sachen, wie Kuchen vom Bäcker, Alkohol, Zigaretten ua. eingeschränkt werden können.
In einigen Kapiteln richtet er sich auch an die Jugendlichen, die ihre Berufstätigkeit beginnen und gibt Hinweise, dass man auch in einer Tätigkeit, die nicht so interessant ist, immer etwas lernen kann,  wie man im Team sich profilieren muss, um dann auch mal mit einer höheren Gehaltsforderung an den Chef herantreten zu können....Viele seiner Tipps werden in dem Buch mehrmals wiederholt, so dass man als Leser sich fragt, warum man die Schwerpunkte des Buches nicht auf 200 Seiten weniger hätte veröffentlichen können.
Sein Rat, doch noch neben der Haupttätigkeit einen oder sogar mehrere Nebenjobs aufzunehmen, um so mit diesem  Geld das eigene Zukunftskonto schneller anwachsen zu lassen, macht mich als Leser einfach sprachlos, da es viele Menschen in unserem Land gibt, die mehrere Nebenjobs annehmen müssen, um überhaupt einen normalen Lebensstandard für sich und ihre Familie gewährleisten zu können.
Meine Frage ist dann auch- wo bleibt das Familienleben, was wird aus den Kindern, wenn die Eltern nur noch arbeiten gehen. Auch seine Erzählung über das Leben seiner Eltern, die sich jeden Pfennig vom Mund abgespart haben, kaum das Geld für einen gemeinsamen Urlaub hatten, um ihm dann eine halbe Million Euro zu vererben, wirft bei mir viele Fragen auf. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, gemeinsam mit den Kindern für das Geld schöne Erlebnisse zu schaffen? Hier ist für mich der Sinn des Lebens vom Autor nicht erkannt worden - was nutzen dem Menschen Millionen, wenn man keine Zeit mehr findet, für ein eigenes Leben mit seinen Lieben.
Zusammenfassend muss ich feststellen, dass in diesem Buch keine neuen Erkenntnisse, wie man zur finanziellen Unabahängigkeit  kommen kann, festgehalten wurden. Es werden einige wenige Denkanstöße zum sparsamen Umgang mit Geld gegeben. Leider wird es denen nicht helfen, die jetzt schon nur ein minimales Monatseinkommen erhalten und keine Möglichkeiten haben, daraus ein Sparvermögen anzuhäufen. Auch finde ich, dass mit einigen Bemerkungen sozialschwache Familien, Alleinerziehende, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Rentner und Obdachlose diskriminiert werden. Den meisten Menschen in unserem Land würde ein bedingungsloses Grundeinkommen monatlich helfen, die Armut zu lindern. Vielleicht sollte der Autor mal darüber nachdenken, wie er mit seinen Millionen und seinem Einfluß mithelfen könnte, das bedingungslose Grundeinkommen in unserem Land einzuführen.


Mittwoch, 24. Mai 2017

Rezension zu "Die Badende von Moritzburg" Eine Sommernovelle von Ralf Günther

Inhalt:

Eine Novelle wie ein flirrender Sommertag: Über eine unvergessliche Begegnung mit dem Maler Ernst Ludwig Kirchner und dem Künstlerkreis «Die Brücke».

1910. Die junge Clara Schimmelpfenninck wird wegen hysterischer Atemnot ins Dresdner Lahmann-Sanatorium auf dem "Weißen Hirschen" geschickt. Nach sechs Wochen ist sie symptomfrei, aber zu Tode gelangweilt. Da wird sie zu einem Ausflug ins nahe Moritzburg eingeladen.
Im Sommerkleid streift sie durch die herrliche Schilflandschaft. Prompt wird sie von einem Mann mit fein geschnittenem Gesicht und energischer Stimme angesprochen. Ob sie sich nicht zu ihm, Kirchner, und seinen Freunden gesellen möge. Die Männer und Frauen picknicken dort, trinken Wein und arbeiten an ihren Staffeleien – in einer Art und Weise, wie Clara es noch nie erlebt hat. Und so verbringt sie einen unvergesslichen Sommertag in der Künstlerkolonie "Die Brücke".

Autor:
Ralf Günther, 1967 in Köln geboren, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Er ist Schriftsteller und Drehbuchautor, entwickelte Serien für das ZDF und den KiKA und schrieb viele erfolgreiche historische Romane, darunter den Bestseller «Der Leibarzt» (Heyne 2001). Bei rororo sind die unterhaltenden Weihnachtstitel «Ach du fröhliche» (2011) und «Jesusmariaundjosef!» (2013) erschienen, bei Kindler «Das Weihnachtsmarktwunder» (2014). Der Autor lebt bei Dresden..


Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 1 (19. Mai 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3463406861 
ISBN-13: 978-346340686
 zu kaufen : http://amzn.to/2qbKqqY 

Meine Einschätzung:

Dieses Büchlein ist für mich ein Schatz der gegenwärtigen deutschen Literatur und verzaubert seinen Leser. Der Autor beschreibt die Geschichte der jungen Clara so bildhaft, dass man glaubt unmittelbar bei ihren Erlebnissen in der Kur und ihrem Ausflug nach Moritzburg dabei zu sein. Außerdem ist die Sprache dieser Novelle so poetisch, einfach nur schön...ich habe es bedauert, dass es nur 112 Seiten sind, denn es ist ein purer Genuss diese Geschichte zu lesen. Die junge Clara, die nach dem Tode ihrer Mutter, deren Stelle in der Familie eingenommen hat und versucht alle Wünsche ihres strengen Vaters zu erfüllen, leidet plötzlich unter Anfällen von Atemnot, ohne dass organische Gründe gefunden werden können. In einem Dresdner Kurheim soll sie sich nun einige Wochen erholen. Das Büchlein gibt u.a. einen Einblick in den Kurbetrieb der damaligen Zeit, mit dem Hauptinhalt Licht, Luft und Rohkost - und lockte mir beim Lesen oft ein Lächeln hervor...Alles musste streng sittsam zu gehen...So wie auch die damalige Mode - die für die Damen noch das Tragen des Korsetts vorschrieb, auch in der heißen Sommerzeit. Die Begegnung mit einem neuen jungen Arzt in der Kurklinik, befreit Clara von dem wochenlangen langweiligen Einerlei der Kurmaßnahmen und führt sie in eine neue Welt, denn bei einem Ausflug nach Moritzburg begegnen ihr Mitglieder der Künstlerkolonie "Die Brücke". Es ist die Zeit der Aussteiger aus der bürgerlichen konservativen Enge des Lebens- hin zur Natur und zu einem alternativen Leben. Dieser Sommertag wird der jungen Clara, aus gutbürgerlichen Haus, immer im Gedächtnis bleiben, denn er hat für sie einige prickelnde Erlebnisse parat. Ob es ihr gelingt, ihre alten Fesseln der bürgerlichen Erziehung abzustreifen und ob dieser junge Arzt ihr bei der Suche nach der Ursache ihres gesundheitlichen Problems helfen kann, erfährt der Leser in dieser zarten poetischen Novelle. Einige schöne Lesestunden sind gewiss- ich kann das Büchlein jedem Literaturfreund nur empfehlen.